So schreibst du ein überzeugendes Exposé
Das Exposé ist deine Eintrittskarte in die Welt des professionellen Schreibens: eine Inhaltsangabe deines Werks mit Grundidee und grobem Handlungsverlauf, essenziell für jede Bewerbung bei Verlagen und Agenturen. Es ist deine Visitenkarte – und es zwingt dich, über deine Geschichte, deren Botschaft und Zielgruppe nachzudenken.
Darum geht's
- Wann du das Exposé schreiben solltest – früher als du denkst
- Wie es aufgebaut ist, von Anschreiben bis Leseprobe
- Was auf keinen Fall hineingehört
Der beste Zeitpunkt für das Exposé
Viele schreiben das Exposé ganz am Schluss. Dabei lohnt es sich, schon vor der Fertigstellung des Manuskripts damit anzufangen: Es dient als Fahrplan für das Schreiben und lässt sich laufend überarbeiten.
Wer sein Exposé früh schreibt, merkt früh, wo die Story noch Lücken hat.
Aufbau des Exposés
Rechne mit drei bis fünf Seiten plus den ersten 30 Manuskriptseiten. Achtung: Jeder Verlag hat eigene Anforderungen – prüfe sie, bevor du etwas verschickst.
- Das Anschreiben. Maximal eine Seite, in einem natürlichen, aber höflichen Ton, ohne auffällige Formatierungen.
- Die Beschreibung des Buchprojekts. Autor:in, Arbeitstitel, Genre, Atmosphäre, Perspektive, Handlungsorte, Handlungszeit, Zielgruppe und Umfang in Wortanzahl oder Normseiten.
- Die Story. Die Premise in einem Satz, ein Klappentext von rund 100 Wörtern und eine ausführliche Buchbeschreibung: Problem und Ziel der Hauptperson, zentraler Konflikt, auslösendes Geschehnis, zentrale Wendungen und emotionale Brüche, Krise, Höhepunkt und Auflösung.
- Die Charaktere. Wer sie sind, welche Probleme und Ziele sie haben und wie sie sich im Laufe der Geschichte entwickeln.
- Vergleichbare Romane. Zwei bis drei, je nach Anforderung des Verlags.
- Die Vermarktung. Ein oft übersehener, aber wichtiger Bestandteil.
- Über die Autorin, über den Autor. Auch: warum dir dieses Projekt am Herzen liegt.
- Die Leseprobe. Fehlerfrei und im Format eines Buchmanuskripts.
STORYBOOK Teil 1
- Von der Idee zur tragenden Prämisse
- Figuren, Konflikt und Outline in einem Buch
- Mit Übungen zum direkt Reinschreiben
Was du unbedingt beachten solltest
Klarheit und Prägnanz sind das Wichtigste. Geschrieben wird in der dritten Person und im Präsens – auch wenn dein Roman in der Vergangenheit erzählt ist.
Was ein Exposé nicht enthalten sollte
- unnötige Details
- Spoiler
- subjektive Werturteile wie „dies ist das nächste grosse Ding“
- eine überflüssige Biografie
- Grammatik-, Rechtschreib- oder Formatierungsfehler
- eine unklare Zielgruppe
- fehlende Fokussierung
- Langatmigkeit
Was passiert nach der Erstellung?
Lass dein Exposé liegen. Prüfe es mit Abstand noch einmal – und schick es erst dann los. Der Abstand zeigt dir Schwächen, die du am Schreibtag nicht siehst.
Deine Premise in einem Satz
Bevor du das ganze Exposé schreibst: Bring die Story auf einen Satz. Wenn das nicht gelingt, fehlt noch etwas – und zwar nicht im Exposé, sondern in der Story.
- Arbeitstitel: …
- Genre und Zielgruppe: …
- Premise in einem Satz: …
- Der zentrale Konflikt: …
- Zwei vergleichbare Romane: …
nicht nur denken.
Fazit
Ein überzeugendes Exposé ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum Erfolg als Autor:in – und gleichzeitig eine der besten Übungen, um die eigene Story zu schärfen.
Jetzt bist du dran! Schnapp dir die Vorlage und los geht’s.
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HolenDieser Artikel wurde mit ganz viel Herz in Peking, China geschrieben.