Self-Publishing – 7 Learnings aus meinem Schreibprozess
Du willst dein eigenes Buch veröffentlichen – ohne Verlag, aber mit ganz viel Herzblut? Dann weisst du wahrscheinlich schon: Self-Publishing ist mehr als nur Schreiben. Es ist Organisation, Entscheidung, Durchhaltevermögen und manchmal auch purer Frust.
Darum geht's
- Die fünf Rollen, die du beim Self-Publishing übernimmst
- Sieben Learnings aus meinem eigenen Prozess
- Was mir wirklich geholfen hat, dranzubleiben
Ein Traum, viele Fragen
Self-Publishing ist längst nicht mehr nur Plan B für abgelehnte Manuskripte, sondern eine Möglichkeit, das eigene Buch ohne Kompromisse und Umwege in die Welt zu bringen.
Am Anfang steht das Gefühl von Freiheit. Und dann kommen die Fragen: Wie fange ich an? Wann ist ein Text „fertig“? Welche Plattform? Welche rechtlichen Aspekte?
Ich hatte kein Tool, keinen Fahrplan und keine Erfahrung – nur einen Haufen Ideen, ein wildes Trello-Board und den Wunsch, das STORYBOOK in die Welt zu bringen. Rückblickend war das der perfekte Crashkurs in Selbstorganisation, Geduld, Zweifel und das Wichtigste: einfach machen.
Was auf dich zukommt, wenn du self-publishst
Volle kreative Freiheit heisst auch: volle Verantwortung. Du übernimmst fünf Rollen gleichzeitig:
- Projektmanager:in – Deadlines, Meilensteine, Veröffentlichungszeitraum
- Lektor:in des eigenen Textes – oder du holst dir Unterstützung
- Coverdesigner:in – oder zumindest Entscheider:in
- Marketing-Mensch – Klappentext, Social Media, Verkaufsstrategie
- Vertriebseinheit – E-Book, Print, beides? Amazon, BoD, Direktverkauf?
STORYBOOK Teil 1
- Von der Idee zur tragenden Prämisse
- Figuren, Konflikt und Outline in einem Buch
- Mit Übungen zum direkt Reinschreiben
Sieben Learnings aus meinem Prozess
1. Du musst nicht alles wissen, bevor du anfängst. Fang an, bevor du bereit bist. Der Weg entsteht beim Gehen.
2. Planung ist Gold – aber Flexibilität ist mehr wert. Plan nicht zu eng. Gib deinem Buch (und dir) Raum zum Atmen.
3. Du musst nicht alles selbst machen – aber du musst wissen, was du selbst machen willst. Frag dich bei jeder Aufgabe: Willst du das wirklich lernen – oder soll es einfach gut gemacht werden?
4. Der Launch ist wichtig – aber er muss nicht perfekt sein. Dein Buch darf auch leise starten. Ohne Countdown. Ohne Feuerwerk.
5. Veröffentlichen ist nicht das Ziel. Es ist ein Schritt. Lass das Ziel nicht dein Glück definieren. Alles danach ist Bonus – kein Beweis.
6. Niemand hat auf dein Buch gewartet – und das ist befreiend. Schreib zuerst für dich. Dann für deine Community. Und erst dann – vielleicht – für den Rest der Welt.
Das Buch war mein Ziel. Aber der Weg dorthin hat mich weitergebracht.
7. Du wächst mit jedem Schritt, den du gehst. Weiter, als ich je gedacht hätte.
Was mir geholfen hat, wirklich dranzubleiben
Es war nicht der perfekte Zeitplan. Es war Struktur mit Herz. Das STORYBOOK lieferte mir keine fertigen Antworten, aber die richtigen Fragen.
Du brauchst nicht nur Tools für dein Buch – du brauchst Tools für dich. Für dein Denken. Für dein Warum. Für deinen roten Faden.
Kein leichter Weg – aber deiner
Self-Publishing ist nicht der bequemste und nicht der schnellste Weg. Aber es ist dein Weg: ein Weg voller Freiheit, Gestaltungsspielraum und persönlichem Wachstum.
Atme durch. Mach dir eine Tasse Tee. Hol dein Notizbuch. Und schreib den nächsten kleinen Schritt auf – egal wie gross das Ziel wirkt.
Deine fünf Rollen, ehrlich verteilt
Geh die fünf Rollen durch und entscheide für jede: selbst machen oder abgeben? Wer alles selbst macht, veröffentlicht später – oder gar nicht.
- Projektmanagement: selbst / abgeben, weil …
- Lektorat: selbst / abgeben, weil …
- Cover: selbst / abgeben, weil …
- Marketing: selbst / abgeben, weil …
- Vertrieb: selbst / abgeben, weil …
- Mein nächster kleiner Schritt: …
nicht nur denken.
Fazit
Self-Publishing bringt dir volle Freiheit und volle Verantwortung im selben Paket. Was dich durchbringt, ist nicht der perfekte Plan, sondern eine Struktur, die zu dir passt – und die Bereitschaft, anzufangen, bevor du dich bereit fühlst.
Happy storify.ing!
Dieser Artikel wurde mit ganz viel Herz in Belgrad, Serbien geschrieben.